StartRatgeberVerbrenner-Aus 2035: Was jetzt gilt - und was Ihr Auto noch wert ist (Stand Juni 2026)
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Verbrenner-Aus 2035: Was jetzt gilt - und was Ihr Auto noch wert ist (Stand Juni 2026)

Stand: Juni 2026Quelle: PKW Sofort Verkauf · Redaktion
Verbrenner-Aus 2035 – Benziner tankt an einer deutschen Tankstelle
Kurz-Antwort

Das Verbrenner-Aus 2035 betrifft nur NEU-Zulassungen, nicht Ihren bestehenden Wagen: Wer einen Benziner oder Diesel fährt, darf ihn auch nach 2035 weiter nutzen, verkaufen und betanken (Bestandsschutz, ohne Gewähr). Am 17. Dezember 2025 hat die EU-Kommission zudem vorgeschlagen, das strikte 100-Prozent-Ziel auf 90 Prozent CO2-Reduktion zu lockern - Plug-in-Hybride und Range Extender könnten so auch nach 2035 neu verkauft werden. Stand Juni 2026 ist das aber nur ein Vorschlag; das Verfahren (Trilog) läuft, ein verbindlicher Beschluss wird im Herbst 2026 erwartet. Für den Wert Ihres Verbrenners zählt vor allem eines: gepflegte Benziner und Diesel halten ihren Restwert aktuell deutlich besser als reine E-Autos (laut DAT rund 59 statt 47 Prozent nach drei Jahren) - ein guter Zeitpunkt, den Marktwert prüfen zu lassen.

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Worum geht es beim "Verbrenner-Aus 2035" überhaupt?

Mit dem "Verbrenner-Aus" ist die EU-Regelung gemeint, nach der ab 2035 nur noch Neuwagen zugelassen werden dürfen, die im Betrieb kein CO2 ausstoßen. Wichtig und oft missverstanden: Es ist kein Fahrverbot und kein Enteignungsplan. Es ist ein Zulassungs-Stopp für neue Benziner und Diesel ab dem Stichjahr. Was bereits auf der Straße ist, bleibt erlaubt.

Genau hier setzt die größte Verunsicherung an - und genau hier liegt für Sie als Eigentümer eine konkrete Geld-Frage: Wenn die Regeln sich gerade verschieben, was ist mein Verbrenner heute und in den nächsten Jahren noch wert?

Was ist der aktuelle Stand im Juni 2026?

Der wichtigste Bewegungspunkt ist der Vorschlag der EU-Kommission vom 17. Dezember 2025. Darin rückt die Kommission vom starren 100-Prozent-Ziel ab. Statt 100 Prozent CO2-Einsparung gegenüber dem Basisjahr 2021 sollen es nur noch 90 Prozent sein. Die fehlenden 10 Prozentpunkte dürfen auf anderem Weg ausgeglichen werden.

Stand heute (Juni 2026) ist das aber noch nicht beschlossen. Der Vorschlag durchläuft das EU-Gesetzgebungsverfahren zwischen Kommission, Europäischem Parlament und den Mitgliedsstaaten (Trilog). Diese Gremien können ihn abschwächen, verschärfen oder anpassen; ein verbindlicher Beschluss wird im Herbst 2026 erwartet. Wer also liest "Verbrenner-Aus ist gekippt", liest eine Verkürzung: Es ist ein laufendes Verfahren, kein fertiges Gesetz. Bis zum Beschluss gilt formal weiter die 100-Prozent-Regel.

Die geplanten Lockerungen im Überblick

  • 90 statt 100 Prozent CO2-Reduktion bis 2035 (gegenüber 2021).
  • Bis zu 7 Prozentpunkte dürfen über klimafreundlicheren ("grünen") Stahl in der Produktion angerechnet werden.
  • Bis zu 3 Prozentpunkte über erneuerbare Kraftstoffe wie Biokraftstoffe und E-Fuels.
  • Plug-in-Hybride und Range Extender sollen dadurch ausdrücklich auch nach 2035 neu verkauft werden dürfen; rechnerisch könnten über die Anrechnungen begrenzt auch einzelne reine Verbrenner möglich bleiben (ohne Gewähr).

Bemerkenswert: Einen Sonderweg nur für Autos, die ausschließlich mit E-Fuels fahren, sieht der Vorschlag nicht vor. Der ADAC kritisiert, dass bei der Anrechnung über grünen Stahl und erneuerbare Kraftstoffe mehr Flexibilität nötig wäre. Alle Angaben zum Gesetzgebungsstand ohne Gewähr - der Stand kann sich mit jeder Abstimmung ändern.

Darf ich nach 2035 noch mit meinem Verbrenner fahren?

Ja. Das ist die zentrale Entwarnung. Für Fahrzeuge, die vor dem Stichjahr zugelassen wurden, gilt Bestandsschutz (ohne Gewähr). Konkret bedeutet das:

  • Weiterfahren: Ihr zugelassener Benziner oder Diesel darf auch nach 2035 gefahren werden.
  • Verkaufen und kaufen: Der Gebrauchtwagenhandel mit Verbrennern bleibt erlaubt. Gebrauchtwagen sind von der Zulassungsregel nicht betroffen.
  • Tanken: Tankstellen verschwinden nicht über Nacht, weil der Bestand an Verbrennern noch viele Jahre groß bleibt.

Der Haken liegt nicht im "Dürfen", sondern in den Kosten. Es ist damit zu rechnen, dass Sprit mit sinkender Zahl neuer Verbrenner langfristig teurer wird. Das ist kein Verbot, aber ein schleichender wirtschaftlicher Druck - und er wirkt auf den Wiederverkaufswert.

Verbrenner vor einer E-Ladesäule – Restwert Verbrenner vs. Elektroauto

Was bedeutet das Verbrenner-Aus für den Restwert?

Hier wird es für Sie als Eigentümer interessant. Entgegen der landläufigen Angst, der Verbrenner sei "bald nichts mehr wert", zeigt der Markt 2026 ein anderes Bild: Gepflegte Benziner und Diesel halten ihren Wert aktuell stabiler als reine Elektroautos. Nach Daten der Deutschen Automobil Treuhand (DAT, Stand Mai 2026) erreichen Verbrenner nach drei Jahren im Schnitt rund 59 Prozent des Listenneupreises, reine E-Autos nur etwa 47 Prozent.

AntriebsartRestwert nach 3 Jahren (Anteil Listenneupreis)Tendenz 2026
Benziner/Diesel (Durchschnitt, DAT)ca. 59 %leicht nachlassend, kein Einbruch
Gepflegte Verbrenner / knapper Dieselbis ca. 61-63 %stabil
Reines E-Auto (Durchschnitt, DAT)ca. 47 %stabilisierend, vorher stark gefallen
Einzelne E-Modelleca. 46-52 %stark modellabhängig

Quelle: DAT-Auswertung, zitiert bei ecomento (Mai 2026), Basis 20.000 km/Jahr. Werte sind Durchschnitte und je nach Modell, Zustand und Laufleistung unterschiedlich - ohne Gewähr.

Warum hält der Verbrenner-Restwert (noch) so gut?

  • Knapperes Diesel-Angebot: Der Diesel-Anteil bei den Neuzulassungen in Deutschland fiel von rund 23,7 Prozent (2024) auf etwa 19,6 Prozent (2025, KBA). Weniger Nachschub bei stabiler Nachfrage stützt die Preise gepflegter Diesel im Gebrauchtmarkt.
  • Schneller E-Auto-Wertverfall: Reichweite, Ladeleistung und Software neuer E-Modelle springen pro Jahrgang so stark, dass ältere Stromer schneller "veraltet" wirken. Das hat deren Restwert gedrückt - und macht den Verbrenner im Vergleich wertstabiler.
  • Förder-Effekt: Seit dem 19. Mai 2026 gibt es wieder eine staatliche Kaufprämie von bis zu 6.000 Euro - sie gilt für neue E-Autos und Plug-in-Hybride und zieht damit indirekt die Gebrauchtpreise gebrauchter Stromer nach unten.

Heißt das, ich sollte jetzt verkaufen oder warten?

Pauschal lässt sich das nicht beantworten - aber die Logik ist klar. Der heutige Restwert ist eine Momentaufnahme. Drei Faktoren ziehen ihn über die Jahre nach unten: steigende Spritkosten, politische Unsicherheit (jede neue EU-Abstimmung verschiebt die Stimmung) und der ganz normale Alters-Wertverlust. Wer ohnehin mit dem Gedanken spielt, das Fahrzeug abzugeben, verliert mit jedem Jahr Wartezeit tendenziell Geld - besonders bei älteren oder hochmotorisierten Verbrennern.

Der erste, risikofreie Schritt ist deshalb keine Entscheidung, sondern eine Zahl: Lassen Sie den aktuellen Marktwert ermitteln. Erst wenn Sie wissen, was Ihr Verbrenner heute real bringt, können Sie "verkaufen oder fahren" überhaupt sinnvoll abwägen.

Was ist mein Verbrenner jetzt noch wert?

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So entscheiden Sie auf Basis einer echten Zahl statt auf Basis von Schlagzeilen über das Verbrenner-Aus.

Häufige Fragen

Wird das Verbrenner-Aus 2035 jetzt gekippt?
Nicht offiziell. Am 17. Dezember 2025 hat die EU-Kommission vorgeschlagen, von 100 auf 90 Prozent CO2-Reduktion zu lockern und Plug-in-Hybride sowie Range Extender auch nach 2035 zuzulassen. Stand Juni 2026 ist das nur ein Vorschlag - das Verfahren läuft, ein verbindlicher Beschluss wird im Herbst 2026 erwartet (ohne Gewähr).
Darf ich meinen Benziner oder Diesel nach 2035 weiterfahren?
Ja. Fahrzeuge, die vor dem Stichjahr zugelassen wurden, genießen Bestandsschutz. Sie dürfen weitergefahren, verkauft und gekauft werden. Das Verbrenner-Aus betrifft ausschließlich Neu-Zulassungen, nicht bestehende Autos (ohne Gewähr).
Kann ich nach 2035 noch tanken?
Ja. Da der Bestand an Verbrennern noch viele Jahre groß bleibt, verschwinden Tankstellen nicht plötzlich. Allerdings ist langfristig mit steigenden Kraftstoffpreisen zu rechnen, weil immer weniger neue Verbrenner dazukommen.
Verliert mein Verbrenner durch das 2035-Datum stark an Wert?
Aktuell nicht überdurchschnittlich. Laut DAT halten Verbrenner 2026 nach drei Jahren im Schnitt rund 59 Prozent ihres Listenneupreises, reine E-Autos nur etwa 47 Prozent. Gepflegte Benziner und Diesel stehen damit besser da. Der Restwert sinkt aber mit der Zeit durch Alter, Spritkosten und politische Unsicherheit (ohne Gewähr).
Sind E-Fuels die Rettung für den Verbrenner?
Im aktuellen EU-Vorschlag spielen E-Fuels nur eine Nebenrolle: Erneuerbare Kraftstoffe dürfen lediglich bis zu 3 Prozentpunkte der CO2-Bilanz ausgleichen. Einen Sonderstatus nur für E-Fuel-Autos gibt es im Entwurf nicht. Der ADAC kritisiert die Anrechnungsregeln als zu unflexibel.
Sollte ich meinen Verbrenner jetzt verkaufen oder noch warten?
Das hängt von Modell, Zustand und Ihren Plänen ab. Da Restwert, Spritpreise und Marktstimmung tendenziell ungünstiger werden, lohnt sich zumindest jetzt eine kostenlose Marktwert-Ermittlung, um auf Basis einer echten Zahl zu entscheiden.
Gilt das Verbrenner-Aus auch für Gebrauchtwagen?
Nein. Der Handel mit gebrauchten Verbrennern bleibt auch nach 2035 erlaubt. Die Regelung greift nur bei der Erstzulassung neuer Fahrzeuge.
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Aktualisiert: Juni 2026 · Alle Angaben ohne Gewähr
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