
Das Verbrenner-Aus 2035 betrifft nur NEU-Zulassungen, nicht Ihren bestehenden Wagen: Wer einen Benziner oder Diesel fährt, darf ihn auch nach 2035 weiter nutzen, verkaufen und betanken (Bestandsschutz, ohne Gewähr). Am 17. Dezember 2025 hat die EU-Kommission zudem vorgeschlagen, das strikte 100-Prozent-Ziel auf 90 Prozent CO2-Reduktion zu lockern - Plug-in-Hybride und Range Extender könnten so auch nach 2035 neu verkauft werden. Stand Juni 2026 ist das aber nur ein Vorschlag; das Verfahren (Trilog) läuft, ein verbindlicher Beschluss wird im Herbst 2026 erwartet. Für den Wert Ihres Verbrenners zählt vor allem eines: gepflegte Benziner und Diesel halten ihren Restwert aktuell deutlich besser als reine E-Autos (laut DAT rund 59 statt 47 Prozent nach drei Jahren) - ein guter Zeitpunkt, den Marktwert prüfen zu lassen.
📱 Angebot direkt per WhatsAppMit dem "Verbrenner-Aus" ist die EU-Regelung gemeint, nach der ab 2035 nur noch Neuwagen zugelassen werden dürfen, die im Betrieb kein CO2 ausstoßen. Wichtig und oft missverstanden: Es ist kein Fahrverbot und kein Enteignungsplan. Es ist ein Zulassungs-Stopp für neue Benziner und Diesel ab dem Stichjahr. Was bereits auf der Straße ist, bleibt erlaubt.
Genau hier setzt die größte Verunsicherung an - und genau hier liegt für Sie als Eigentümer eine konkrete Geld-Frage: Wenn die Regeln sich gerade verschieben, was ist mein Verbrenner heute und in den nächsten Jahren noch wert?
Der wichtigste Bewegungspunkt ist der Vorschlag der EU-Kommission vom 17. Dezember 2025. Darin rückt die Kommission vom starren 100-Prozent-Ziel ab. Statt 100 Prozent CO2-Einsparung gegenüber dem Basisjahr 2021 sollen es nur noch 90 Prozent sein. Die fehlenden 10 Prozentpunkte dürfen auf anderem Weg ausgeglichen werden.
Stand heute (Juni 2026) ist das aber noch nicht beschlossen. Der Vorschlag durchläuft das EU-Gesetzgebungsverfahren zwischen Kommission, Europäischem Parlament und den Mitgliedsstaaten (Trilog). Diese Gremien können ihn abschwächen, verschärfen oder anpassen; ein verbindlicher Beschluss wird im Herbst 2026 erwartet. Wer also liest "Verbrenner-Aus ist gekippt", liest eine Verkürzung: Es ist ein laufendes Verfahren, kein fertiges Gesetz. Bis zum Beschluss gilt formal weiter die 100-Prozent-Regel.
Bemerkenswert: Einen Sonderweg nur für Autos, die ausschließlich mit E-Fuels fahren, sieht der Vorschlag nicht vor. Der ADAC kritisiert, dass bei der Anrechnung über grünen Stahl und erneuerbare Kraftstoffe mehr Flexibilität nötig wäre. Alle Angaben zum Gesetzgebungsstand ohne Gewähr - der Stand kann sich mit jeder Abstimmung ändern.
Ja. Das ist die zentrale Entwarnung. Für Fahrzeuge, die vor dem Stichjahr zugelassen wurden, gilt Bestandsschutz (ohne Gewähr). Konkret bedeutet das:
Der Haken liegt nicht im "Dürfen", sondern in den Kosten. Es ist damit zu rechnen, dass Sprit mit sinkender Zahl neuer Verbrenner langfristig teurer wird. Das ist kein Verbot, aber ein schleichender wirtschaftlicher Druck - und er wirkt auf den Wiederverkaufswert.

Hier wird es für Sie als Eigentümer interessant. Entgegen der landläufigen Angst, der Verbrenner sei "bald nichts mehr wert", zeigt der Markt 2026 ein anderes Bild: Gepflegte Benziner und Diesel halten ihren Wert aktuell stabiler als reine Elektroautos. Nach Daten der Deutschen Automobil Treuhand (DAT, Stand Mai 2026) erreichen Verbrenner nach drei Jahren im Schnitt rund 59 Prozent des Listenneupreises, reine E-Autos nur etwa 47 Prozent.
| Antriebsart | Restwert nach 3 Jahren (Anteil Listenneupreis) | Tendenz 2026 |
|---|---|---|
| Benziner/Diesel (Durchschnitt, DAT) | ca. 59 % | leicht nachlassend, kein Einbruch |
| Gepflegte Verbrenner / knapper Diesel | bis ca. 61-63 % | stabil |
| Reines E-Auto (Durchschnitt, DAT) | ca. 47 % | stabilisierend, vorher stark gefallen |
| Einzelne E-Modelle | ca. 46-52 % | stark modellabhängig |
Quelle: DAT-Auswertung, zitiert bei ecomento (Mai 2026), Basis 20.000 km/Jahr. Werte sind Durchschnitte und je nach Modell, Zustand und Laufleistung unterschiedlich - ohne Gewähr.
Pauschal lässt sich das nicht beantworten - aber die Logik ist klar. Der heutige Restwert ist eine Momentaufnahme. Drei Faktoren ziehen ihn über die Jahre nach unten: steigende Spritkosten, politische Unsicherheit (jede neue EU-Abstimmung verschiebt die Stimmung) und der ganz normale Alters-Wertverlust. Wer ohnehin mit dem Gedanken spielt, das Fahrzeug abzugeben, verliert mit jedem Jahr Wartezeit tendenziell Geld - besonders bei älteren oder hochmotorisierten Verbrennern.
Der erste, risikofreie Schritt ist deshalb keine Entscheidung, sondern eine Zahl: Lassen Sie den aktuellen Marktwert ermitteln. Erst wenn Sie wissen, was Ihr Verbrenner heute real bringt, können Sie "verkaufen oder fahren" überhaupt sinnvoll abwägen.
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